Beratung

Als Schule wollen wir die Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich auf ihrem Weg zum Abitur begleiten, sie dabei fordern und fördern, sondern Ihnen auch beratend zur Seite stehen. Das betrifft die Schulsozialarbeit ebenso wie die Vorbereitung aus das zukünftige Berufsleben.

Auf dem Weg von der Schule ins Berufsleben bzw. zum Studium bieten wir in der gesamten Mittel- und Oberstufe ein breites Programm zur Studien- und Berufswahlorientierung. Ein wichtiger Grundstein wird dabei bereits in der 8. Klasse mit der sogenannten Potenzialanalyse gelegt.

Mit Hilfe von zahlreichen verpflichtenden und freiwilligen Maßnahmen wie Werkserkundungstagen, Berufsmessen, Betriebspraktika und vielem mehr unterstützen wir die Schülerinnen und Schüler bei Ihrer Entscheidung, wie es nach der Schule für sie weiter gehen soll.

Übergänge in die 5. Klasse

Eine gelingende Integration der Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule ist für eine erfolgreiche gymnasiale Laufbahn unverzichtbar. Dabei spielen der Kennenlerntag sowie die Einführungswoche entscheidende Rollen.

Der Kennenlerntag findet schon einige Wochen vor den Sommerferien statt. Er soll Übergangsängsten entgegenwirken, die sich im Laufe der Ferien aufbauen könnten. Die Grundschulkinder lernen ihre zukünftigen Mitschülerinnen und Mitschüler sowie die Klassenlehrerin / den Klassenlehrer bereits kennen. Somit stehen an diesem Tag nach der Willkommensfeier in der Aula vor allem Kennenlernspiele auf dem Programm.

In der Einführungswoche zu Beginn des neuen Schuljahres lernen die Kinder ihre verschiedenen Fachlehrerinnen und Fachlehrer kennen, wobei die Klassenleitung ebenfalls anwesend ist und als fester Ansprechpartner für alle Fragen bezüglich des neuen schulischen Umfelds bereitsteht. Auch das Schulgelände wird in diesen ersten Tagen gemeinsam erkundet. Darüber hinaus erhalten die Fünftklässler Anleitung bei der Arbeitsorganisation, treffen erste Vereinbarungen über einen Verhaltenskodex in Form von Klassenregeln und erleben einen Klassenprojekttag mit der Sozialarbeiterin zum Thema Soziales Lernen.

Übergänge in die Sekundarstufe II

Klassenraum Oberstufe

Ein breites Angebot an Leistungs- und Grundkursen erlaubt es unseren Schülerinnen und Schülern, persönliche Schwerpunkte auf dem Weg zum Abitur zu setzen. Zur individuellen Zukunftsplanung bietet das Fichte-Gymnasium ab dem ersten Jahr der Oberstufe ein zertifiziertes Konzept zur Studien- und Berufswahl. Unter anderem umfasst das Angebot Einstellungstests, Betriebsbesichtigungen und ein mehrtägiges Assessment-Center. Die Jahrgangsleiterinnen und -leiter stehen während der gesamten Oberstufe als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung.

Zum Profil des Fichte-Gymnasiums zählt seit vielen Jahrzehnten die Integration von Realschülern in unsere Oberstufe. Spezielle Integrationsveranstaltungen, Förderkurse in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie ein umfassendes Beratungskonzept helfen den sogenannten „Seiteneinsteigern“ beim Übergang in die gymnasiale Oberstufe, so dass sie erfolgreich ihr Abitur ablegen können. Entscheidend dafür ist auch das besondere Verständnis unserer Lehrkräfte für die Bedürfnisse und Herausforderungen dieser Schülergruppe.

Berufswahlorientierung in der Sekundarstufe I

Petrischalen

Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen schaffen wir frühzeitig die Grundlage für eine erfolgreiche Berufswahl. Die Basis für eine gezielte und individuelle Förderung ist die zukunftsorientierte Potenzialanalyse. Ziel ist es, den Jugendlichen ihre Potenziale und Stärken im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt aufzuzeigen und ihnen einen ersten Zugang zu beruflichen Feldern zu verschaffen. Im Rahmen der Potenzialanalyse führen sie beobachtet von geschultem Personal unterschiedliche Aufgaben zu beruflichen Tätigkeiten durch. Im Anschluss erhalten sie individuelle Rückmeldungen zu ihren Stärken, Neigungen und Möglichkeiten.

Aufbauend auf den in der Potenzialanalyse festgestellten berufsrelevanten Kompetenzen sind die Werk- und Berufsfelderkundungstage ein zentraler Baustein der Berufsorientierung. Ziel ist eine erste praxisnahe berufliche Orientierung. Hierzu nehmen z. B. alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 an einem Boys- & Girlsday teil, an dem sie einen Betrieb aus dem sozialen oder industriellen Berufssektor kennenlernen.

Das zweiwöchige Schülerbetriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 9 ermöglicht unseren Schülerinnen und Schüler eine erste längere Praxisphase in einem Arbeitsfeld ihrer Wahl. Hierbei können sie ihre eigenen Fähigkeiten sowie betriebliche Anforderungen und Abläufe praxisnah näher kennen- und einschätzen lernen.

Studien- und Berufswahlorientierung in der Sekundarstufe II

In den letzten Jahren ist die Orientierung bei der Suche nach dem eigenen Traumberuf immer schwieriger geworden. Daher bietet das Fichte-Gymnasium in der Oberstufe ein breites Programm aus verpflichtenden und freiwilligen Maßnahmen zur Vorbereitung auf Studium und Beruf an.

In jedem Schuljahr laden wir zu den „Fichte-Karrieren“ acht ehemalige Schülerinnen und Schüler ein, die seit einigen Jahren im Berufsleben stehen. In kleinen, persönlichen Gesprächsrunden berichten sie der Jahrgangsstufe EF von ihren Erfahrungen und beantworten ihre Fragen.

Auf der Berufsmesse „Vocatium“ haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 die Möglichkeit, Fragen zu Ausbildungsberufen oder Studiengängen zu stellen, mit Personalverantwortlichen zu sprechen, Bewerbungen abzugeben und erste Kontakte zu knüpfen.

In der durch die SIHK organisierten „Management AG“ können interessierte Schülerinnen und Schüler Unternehmen aus Hagen und Umgebung näher erkunden. Dabei geht es nicht nur darum, die Betriebe und ihre Produkte, sondern auch die einzelnen Arbeitsbereiche eines Unternehmens (wie etwa Marketing, Vertrieb usw.) kennenzulernen.

Bei der „Fit for Life AG“, welche die Sparda-Bank Hagen seit einigen Jahren anbietet, stehen die „Soft Skills“ im Vordergrund. An verschiedenen Terminen werden z. B. eigene Verhaltensmuster untersucht und Vorträge geübt. Unter dem Motto „Benimm ist in“ wird wahlweise gekocht oder ein Restaurant besucht. Außerdem steht ein Theaterbesuch auf dem Programm.

Schulsozialarbeit

Von Schulen wird zunehmend erwartet, dass sie neben dem Unterrichten und Fördern auch immer umfangreicher beraten, erziehen und betreuen. Wo sich täglich rund 1.000 Menschen auf engstem Raum begegnen, kommt es automatisch zu Konflikten – das ist keine Frage der Schulform oder demographischer Bedingungen.

Am Fichte-Gymnasium möchten wir dafür Sorge tragen, dass mögliche Probleme schnell aufgegriffen werden und mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern nach Lösungen gesucht wird. Deshalb pflegt Schulsozialarbeiterin Birgit Rother in ihrem zentral am Lichthof gelegenen Büro eine „Kultur der offenen Tür“. Ergänzend zu den Klassen-, Fach- und Beratungslehrern bietet sie Unterstützung bei den kleinen und großen Sorgen rund um den Schulalltag der Kinder und Jugendlichen. Gerne vermittelt sie auch Kontakte zu außerschulischen Institutionen, wie der Jugendhilfe, Beratungsstellen etc. Jedes Gespräch ist selbstverständlich vertraulich!

    Schulsozialarbeit

    Frau Rother ist in der Regel zu diesen Zeiten im Büro (Raum B 209) anzutreffen:

    Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in der großen Pause (10.25-10.50 Uhr)
    Montag und Mittwoch zusätzlich in der Mittagspause (13.15 -14.00 Uhr)
    oder nach Vereinbarung.

    In Kooperation mit den Klassenleitungen bzw. außerschulischen Partnern werden außerdem regelmäßig, altersgemäße Projekte in den verschiedenen Jahrgangsstufen organisiert. Dazu gehören unter anderem:

    • Soziales Lernen in den 5. Klassen
    • Gewaltprävention im Rahmen des Klassentages der 7. Klassen
    • AIDS-Prävention in den 8. Klassen

    Sozialpraktikum

    Soziales Miteinander der verschiedenen Altersgruppen, Nationalitäten, Religionen und Persönlichkeiten ist ein Grundsatz, dem am Fichte-Gymnasium besondere Beachtung geschenkt wird. Entsprechendes Verhalten muss aber im Sinne einer ganzheitlichen Bildung auch gelernt werden.

    Um unsere Schülerinnen und Schüler mit einer Lebenswelt bekannt zu machen, in der sie die Hilfsbedürftigkeit und die Liebenswürdigkeit aller Menschen „hautnah“ erleben, führen wir in der Einführungsphase ein Sozialpraktikum in einer caritativen Einrichtung durch: Eine Woche lang lernen Schülerinnen und Schüler den Alltag von jungen, alten, obdachlosen, behinderten, kranken und hilfsbedürftigen Menschen kennen. Sie haben dabei die herausfordernde Chance, sich auf ungewohnte Situationen einzulassen und eine ihnen bisher fremde Wirklichkeit kennenzulernen. Dabei machen sie persönlich bereichernde Erfahrungen, entwickeln ihre eigene Persönlichkeit und ihre sozialen Kompetenzen weiter und bekommen zudem Möglichkeiten der Berufswahl aufgezeigt.

    Die Praktikumsstellen teilt die Schule den Schülern nach einem Wahlverfahren zu, die Vor- und Nachbereitung geschieht in den Religions- und Philosophiekursen.

    Sozialpraktikum

    Schule