Seifenworkshop der Indonesien-AG Zurück zur Übersicht

Fröhliche Betriebsamkeit herrschte am Freitag, den 25.2.2016 im Chemieraum des Fichte-Gymnasiums. 23 Schülerinnen und Schüler aus der Indonesien-AG der Stufe Q1 sowie interessierte Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Chemie nahmen im Rahmen des FichteGlobal Indonesienprojekt unter der Leitung von Herrn Severing an einem Seifenworkshop teil.

Da sich unsere AG im Winter 2015 schon mit der Palmölproblematik und der Frage nach Alternativen zu Palmölprodukten auseinandergesetzt hatte, war es nun unser Ziel, am Beispiel Seife Alternativen zu finden und auszuprobieren. Vor allem aufgrund der Plantagenwirtschaft und der damit einhergehenden Abholzung und Brandrodung großer Regenwaldflächen in Indonesien steht der Anbau von Ölpalmen international in der Kritik. Insgesamt werden in Indonesien neun Millionen Hektar mit Monokulturen der Ölpalme bedeckt. Vor allem durch Brandrodung auf den torfhaltigen Böden ist Indonesien im letzten Jahr zum drittgrößten Klimasünder weltweit aufgestiegen.

Für unseren Workshop kam Martin Hallermann („Die Seifenkiste“ in Schwerte) an Fichte-Gymnasium. Herr Hallermann bietet diesen Workshop vor allem an Schulen und in anderen Einrichtungen an. Jeder Schüler hat dabei die Möglichkeit, ca. 400 Gramm eigene Seife zu produzieren und zu gestalten.
Bei der Herstellung verzichteten wir auf Palmöl und verwendeten stattdessen Sonnenblumenöl, Rapsöl, Cocosfett und Olivenöl. Auch für Martin Hallermann war es der erste Versuch, Seife ohne Palmöl mit einer Gruppe herzustellen. Er war sehr interessiert am Ausprobieren dieser Alternative. Nach der Produktion der Seifenmasse durfte sich jeder Teilnehmer einen eigenen Duftstoff und eine eigene Farbe aussuchen bzw. mehrere Duftstoffe und Farben mischen. Sogar Marmorierungen lassen sich hierbei erzeugen. Danach wurden die Seifen über das Wochenende in der Schule warm gelagert.

Am Montag, den 29. Februar 2016 hatten wir die Möglichkeit, aus unserer Seife Formen auszustanzen oder sie individuell zu formen. Die Ergebnisse sind sehr gut geworden und können auch beim kommenden Fichte-Campus bewundert werden.

Insgesamt war der Seifenworkshop für alle Teilnehmer eine schöne Gelegenheit, die Notwendigkeit von Palmöl genauer zu untersuchen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass sich das Palmöl zumindest in Seife gut ersetzen lässt und hoffen, dass wir durch unsere Aktionen in Zukunft noch mehr Menschen dafür sensibilisieren, was mit der massiven Nutzung von Palmöl in der Welt angerichtet wird. Viele Projektteilnehmer verzichten jetzt schon so gut es geht auf Palmöl in ihrem Alltag.

Olivia Rubelt, Q1